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Mein Weg zur Heilmassage ging über die Forschung
Im Jahr 2011 begann ich mit dem Bachelor Gesundheitsinformatik an der FH Joanneum Graz und schloss daran das berufsbegleitende Masterstudium Gesundheitsmanagement an der FH Burgenland. Neben dem Master fing ich in Wien zu arbeiten an; als Senior Researcherin in der pharmaökonomischen Forschung. Diese Tätigkeit war vielseitig. Zu Beginn eines Projekts stand eine Diagnose, um die sich in weiterer Folge alles drehte.
Es wurde systematisch nach Evidenz gesucht, die medizinische Leitlinie herangezogen und epidemiologische Daten erhoben sowie Krankheitskosten berechnet, um eine ökonomische Studie für eine bestimmte Therapie durchführen zu können. Die Studienergebnisse waren Teil eines Antrags an die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und wurden auf internationalen Kongressen präsentiert.
In meiner Masterarbeit, welche ich der Ökonomie von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung widmete, habe ich angewandt, was ich als Senior Researcherin erlernt habe. Diese wissenschaftliche Arbeit wurde mit dem Health Research Award und dem Pannonia Research Award ausgezeichnet.
Nach Jahren in der Forschung wollte ich mich dieser Arbeit jedoch nicht eingehender widmen, da mir bewusst wurde, dass ich ein Mensch für die direkte Interaktion mit den Menschen und weniger dem Computer bin.
Ich bin praktisch veranlagt, durch meine Begeisterung für Sport und Bewegung mit dem Körper sehr vertraut und auch das Berufsbild des Heilmasseurs war mir aus Perspektive der Patientin bekannt. So führte eines zum anderen und ich entschied mich im Jahr 2019 dazu, beruflich neu anzufangen und mit der Ausbildung zur Medizinischen Masseurin zu starten.
Als Medizinische Masseurin war für mich der Einstieg im Setting Ambulatorium und der damit verbundene medizinische Hintergrund wegweisend. Ich wusste, dass ich mich hier bestmöglich einbringen kann. Von Beginn an behandelte ich frisch operierte Menschen; mitunter darauf gründet mein Enthusiasmus für Manuelle Lymphdrainage und Narbenbehandlungen. Postoperativ lernte ich Unterschiedliches kennen: vom Hüft-TEP und der Clavicula Fraktur bis hin zur Liposuktion aufgrund von Lipödem und der Augenlidstraffung als plastisch-ästhetischer Eingriff. Orthopädisch massierte ich vor allem bei Beschwerden aufgrund von Cervikalsyndrom, HWS-Blockade oder Frozen Shoulder sowie Skoliose und Lumboischialgie. Allgemein zeigte mir die Entwicklung der Patientinnen und Patienten, wie viel sich tun kann.
Die Resonanz der von mir massierten Menschen und das Feedback von Kollegen ermutigten mich, mich im Jahr 2023 als Heilmasseurin selbständig zu machen. Ich gründete die Praxis MANALU in Mariatrost und mietete mich im Grazer Zentrum in der Ordination URL ein.
Bis heute kann ich sagen, dass der berufliche Neustart die für mich beste Entscheidung war. Ich bin dankbar dafür und blühe indem was ich tue auf.

"Für erneutes körperliches Wohlbefinden braucht es manchmal etwas Offenheit und Geduld sowie Menschen an der Seite, die einem Aufwind verschaffen; damit die Segel neu gesetzt werden können."
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